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Woran Sie erkennen, ob Ihre Website noch gewartet wird

Drei Dinge kann jeder selbst in fünf Minuten nachsehen — ohne Fachwissen und ohne den Dienstleister zu fragen.

Titelbild: KI-generiert (Higgsfield)

Thorsten Heß
Thorsten Heß MOLOTOW Web Development

Eine Website, um die sich seit zwei Jahren niemand gekümmert hat, sieht genauso aus wie eine, die gestern gepflegt wurde. Das ist das eigentliche Problem: Fehlende Wartung ist unsichtbar, bis sie es plötzlich nicht mehr ist.

Dabei lässt sich mit drei Handgriffen herausfinden, woran man ist.

Erstens: die Rechtstexte

Schauen Sie in Impressum und Datenschutzerklärung. Steht dort eine Jahreszahl, und wenn ja, welche?

Rechtstexte ändern sich regelmäßig, weil sich die Rechtslage ändert. Wer eine Website betreut, fasst sie mit an. Ein Datenschutztext, der noch von Diensten spricht, die Sie längst nicht mehr einsetzen, ist ein verlässliches Zeichen — und nebenbei ein Haftungsthema.

Das ist der schnellste Blick, weil er keinerlei Technik erfordert.

Zweitens: das Kontaktformular

Öffnen Sie Ihre Website auf dem Handy und benutzen Sie sie wie ein Kunde. Menü antippen, durchscrollen, ein Formular ausfüllen und abschicken.

Der wichtigste Teil ist der letzte: Kommt die Nachricht an?

Das Formular ist der häufigste stille Ausfall, den ich sehe. Es sieht aus wie immer, es bedankt sich nach dem Absenden — und die Nachricht landet nirgends. Ursachen gibt es viele: ein Anbieterwechsel beim Mailversand, eine abgelaufene Einstellung, ein Postfach, das aufgelöst wurde.

Gemeinsam ist ihnen, dass niemand etwas merkt. Es kommen ja keine Fehlermeldungen — es kommen nur keine Anfragen mehr. Und wer wenige Anfragen über die Website gewohnt ist, hält das für eine ruhige Zeit.

Testen Sie das ruhig alle paar Monate. Es kostet zwei Minuten.

Drittens: der letzte Bericht

Fragen Sie Ihren Dienstleister nach der letzten Wartungsübersicht. Nicht nach der Rechnung — nach einer Aufstellung dessen, was tatsächlich gemacht wurde.

Wer regelmäßig wartet, hat so etwas ohnehin und schickt es in wenigen Minuten. Wer keine liefern kann, hat vermutlich auch nicht gewartet, sondern nur reagiert, wenn etwas kaputt war.

Das ist ein legitimes Modell — es sollte nur beiden Seiten klar sein.

Was Sie mit dem Ergebnis anfangen

Wenn alle drei Punkte in Ordnung sind, sind Sie fein raus. Dann können Sie das Thema für ein Jahr zur Seite legen.

Wenn nicht, ist der nächste Schritt kein Wechsel, sondern ein Gespräch. Häufig ist die Ursache banal: Der Wartungsvertrag ist irgendwann ausgelaufen, ohne dass jemand es gemerkt hat. Oder es gab nie einen — die Website wurde einmal gebaut und dann sich selbst überlassen.

Was Wartung eigentlich umfasst

Damit die Frage nach dem Bericht nicht ins Leere geht, hier die Punkte, die dort auftauchen sollten:

Aktualisierungen des Systems und der Erweiterungen, jeweils mit Datum. Eine geprüfte Sicherung — geprüft heißt: einmal zurückgespielt, nicht nur angelegt. Ein Blick auf die Erreichbarkeit und die Ladezeit. Und ein kurzer Funktionstest der Dinge, die Geld bringen: Formular, Anmeldung, Bestellstrecke.

Das ist kein großer Aufwand. Es ist nur einer, der regelmäßig stattfinden muss.

Wenn Sie unsicher sind

Schreiben Sie mir die Adresse Ihrer Website. Ich schaue mir die drei Punkte an und sage Ihnen, was ich sehe — auch dann, wenn die Antwort lautet, dass alles in Ordnung ist.

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Thorsten Heß — Gründer MOLOTOW Web Development

Über den Autor

Thorsten Heß

Gründer · MOLOTOW Web Development

Seit über 20 Jahren beschäftige ich mich mit dem Web — von der ersten handgeschriebenen HTML-Seite bis zu komplexen KI-gestützten Plattformen. Bei MOLOTOW Web Development in Lahr entwickeln wir für kleine wie für mittelständische Unternehmen Lösungen, die nicht nur gut aussehen, sondern auch nach Jahren noch wartbar sind. Seit 2024 ergänzen wir unser Portfolio um zertifizierte KI-Beratung nach dem EU AI Act. Wenn Du eine Idee, ein Problem oder nur eine kurze Frage hast — schreib uns.

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